2011: Janusz Korczak

Geranien im Ghetto
Janusz Korczak – ein Leben für Kinder

Ein Theaterstück in Schweizer Mundart von Alexandra Burkhalter, Noemi Harnickell, Hannes Liechti, Jürg Liechti-Möri und Noemi Scheurer

Regie: Hannes Liechti und Jürg Liechti-Möri
Musik: Ot Asoy, Bern

Uraufführung: 28. Oktober 2011, Kirchgemeindehaus Johannes, Bern, Schweiz, im Rahmen der ersten Janusz Korczak-Wochen

Rechte Theaterstück: Theaterverlag Elgg


Zusammenfassung

Das Mundarttheaterstück erzählt die spannende Geschichte des alten Doktors, des polnisch-jüdischen Kinderarztes und Reformpädagogen Janusz Korczak und seinem Waisenhaus «Dom Sierot». Das Stück hat eine sehr ernste Seite, muss doch der aufkommende Antisemitismus und der tragische Tod von Janusz Korczak, Stefania Wilcyńska und ihrer Kinder erzählt werden. Trotzdem ist das Stück auch ein heiteres: Korczak hatte nämlich nicht nur einen grossen Sinn für Humor, sondern auch sehr spezielle Erziehungsmethoden. So kaufte er beispielsweise die ausgefallenen Milchzähne seiner Kinder.

Der Grundton des Theaterstücks ist schliesslich ein hoffnungsvoller: Erzählt wird zum Beispiel auch vom kleinen Schmuel, dem der alte Doktor in jungen Jahren eine Mundharmonika schenkte. Und es war letztlich diese Mundharmonika, die Shmuel das Leben gerettet hat. Die erste Hälfte des Theaters berichtet von der Zeit im «Dom Sierot» in Warschau vor dem Umzug ins Ghetto. Nach der Pause steht dann das Leben unter den katastrophalen Bedingungen des Warschauer Ghettos im Mittelpunkt. In diesen schweren Zeiten sind es nicht zuletzt Geranien und ein Koffer, welche die Hoffnung aufrechterhalten.


Links

die DVD zum Theater (Shop)
Theaterzeitung «Geranien im Ghetto» (Download als PDF)
die Unterrichtseinheit (Shop)


Film

Film: Jonathan Liechti


Fotos

Fotos: Jonathan Liechti


Stimmen

«Das erste Mundart-Theaterstück über Janusz Korczak überhaupt – den Autorinnen und Autoren gelingt es, Ausschnitte aus Korczaks Leben in prägnanten Bildern darzustellen. Damit ermöglichen sie eine authentische Begegnung mit dieser faszinierenden Persönlichkeit.»

Gérard Kahn, Vizepräsident der → Schweizerischen Janusz-Korczak-Gesellschaft

«Wir waren tief beeindruckt und bis ins Innerste berührt von dem Leid, den Nöten, der Angst, der Verzweiflung und Qualen, die in jener Zeit so viele Menschen durchmachten. Aber auch tief beeindruckt von der Leistung der  Schauspieler, denen es gelang, das damalige Geschehen so auf die Bühne zu bringen, dass es die Herzen der Zuschauer erreichte und zum mit-schlagen und mit-leiden brachte.»

Rudolf Sager, Synodaler

Programm-Flyer Berner Janusz Korczak-Wochen

Grafik: Jonathan Liechti