«Wir beten. Aber nicht nur.» – Solidarität für Nigeria

Web_Theaterlager_02Den folgenden Artikel verfasste Noemi Harnickell aus Anlass einer Solidarisierungsaktion für die Opfer von Boko Haram im Norden Nigerias. Die Kollekte unserer Veranstaltugen und Theateraufführungen kommt zur Hälfte der Friedensarbeit von Mission 21 in Nigeria zugute.

→ Leseempfehlung zum Thema: «Das Leben nach der Hölle.» Das ZEIT MAGAZIN im Gespräch mit Frauen, die sich aus den Fängen der Sekte Boko Haram befreien konnten.

Was ist unsere Mission?

«Wir beten. Aber nicht nur.» So das Motto von Mission 21 zur Solidarisierungsaktion mit den Opfern des Boko Haram. Aber was kann man denn mehr tun, als beten? Wie können wir, die wir hier sitzen, so weit entfernt von dem Schrecken, der da draussen Alltag ist, wie können wir kleinen Menschen etwas ausrichten? Weiterlesen

Auf den Spuren schwarzer Geschäfte – Ausstellung

Ausstellung_Cooperaxion13. Oktober – 8. November, geöffnet jeweils Di-So, 14-18 Uhr – Ausstellung
im Kirchgemeindehaus Johannes, Anfahrt
Eintritt frei, Kollekte für Stiftung Cooperaxion und Mission 21 (→ Die Ausstellung auf Facebook)

Vernissage: Sonntag, 11. Oktober 2015, 17 Uhr. Mit Lukas Hartmann, Musik: Isaac Biaas (Gitarre, Gesang) und Frederik Rechsteiner (Perkussion)

Eine Ausstellung der Stiftung Cooperaxion zu Dreieckshandel, Sklaverei und helvetischen Verstrickungen. Ein besonderes Wirtschaftssystem prägte die Welt vom 17. bis 19. Jahrhundert. Mit dem so genannten Dreieckshandel überquerten Menschen, Tiere und Pflanzen die Ozeane und schufen die Welt von heute. Anteil an den transatlantischen Waren- und Sklavengeschäften hatten auch koloniale Komplizen aus dem Binnenland Schweiz. Die Folgen dieser frühen Globalisierung prägen vielerorts noch die Gegenwart: Wirtschaftlich, sozial, religiös und kulturell.

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Kollekte 2015: Hoffnungsprojekte und Menschenrechte von Cooperaxion

Die Kollekte der Theateraufführungen und Rahmenveranstaltungen des Theaterensembles Johannes im Herbst 2015 kommen ohne Abzug dem Landesprogramm Nigeria des evangelischen Missionswerks Mission 21 und Cooperaxion zugute. In diesem Beitrag erfahren Sie Hintergründe zur Arbeit der Stiftung Cooperaxion, die Projekte in Brasilien und Liberia unterstützt.

Im Bewusstsein um die historischen Verwicklungen auch der Schweiz ist die Berner Stiftung Cooperaxion seit 2005 in Brasilien und Liberia engagiert. Cooperaxion fördert Entwicklungsprojekte entlang der transatlantischen Waren- und Sklavenhandelsrouten vom 17. bis 19. Jahrhundert. Im Mittelpunkt stehen vor allem junge Leute.

Verarbeitung von Babaçu-Nüssen in Brasilien

Verarbeitung von Babaçu-Nüssen in Brasilien

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Der Weg zur Schoggi-Schweiz

Mittwoch, 21. Oktober, 19.30 Uhr – Vortrag
im Kirchgemeindehaus Johannes, Anfahrt
Eintritt frei, Kollekte für Stiftung Cooperaxion und Mission 21
→ Diese Veranstaltung auf Facebook

historischFingerschlecken und schoggierende Geschichten mit Karl Johannes Rechsteiner von Cooperaxion.

Die Schweiz hat ein Schokoladenimage, obschon die Zutaten für die süsse Spezialität ihren Ursprung kaum hier haben. So sind eigentlich Spanien und Portugal traditionelle Kakaoländer. Und natürlich auch Frankreich und Italien, woher im 18. Jahrhundert Hausierer und Cioccolatieris auch in die Schweiz kamen und auf Märkten ihre Kakaowürste verkauften, aus denen man zuhause eine Trinkschokolade aufkochte. Doch als hierzulande erstmals Milch in die Chocolade kam und in der Berner Matte der junge Bernburger Rodolphe Lindt das Conchieren (er-)fand, brauchte es nur noch ein Marketing-Genies wie Tobler oder Suchard, um das globale Produkt aus dem Kolonialwarenladen in eine Schweizer Spezialität zu verwandeln.

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Auf den Spuren Magellans – Kolonialreiche und ihre Musik

Sonntag, 18. Oktober 2015, 17 Uhr ­– Konzert
Kirchgemeindehaus Johannes, Anfahrt
Eintritt frei, Kollekte für Stiftung Cooperaxion und Mission 21
→ Diese Veranstaltung auf Facebook

mit Anne Schmid (Alt), Jonathan Rubin (Laute, Theorbe)
und Magdalena Oliferko (Orgel und Programm)

Ferdinand Magellan (1480-1521)

Ferdinand Magellan (1480-1521)

Die Geschichte des Kolonialismus beginnt in der Zeit der Antike. Im Mittelalter wurde er im Mittelmeerraum weiterentwickelt und schliesslich bis Ende des 15. Jahrhunderts von italienischen Republiken dominiert. Es folgten die spektakulären Entdeckungen Amerikas (Christoph Kolumbus, 1492) und Indiens (Vasco da Gama, 1498) und, als Krönung dieser Entwicklung, die erste Weltumsegelung durch Ferdinand Magellan (1519-1522).

Die Entdeckungen zeigten neue, alternative Handelswege auf, öffneten die Tür für die Expansion Europas in die Neue Welt und läuteten das Zeitalter der Kolonialismus ein. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts errichteten die zwei grössten Kolonialmächte Europas auf Kosten der unterdrückten und annektierten Länder ihre Übersee-Imperien: zunächst unter der Führung Portugals, das bald aber von Spanien überholt wurde, dem Imperium, in dem «die Sonne niemals untergeht». Vom 17. Jahrhundert an folgten andere Grossmächte dem iberischen Beispiel: England, die Niederlande und später auch Frankreich. Von den besetzten Ländern profitierten sie einerseits, indem sie Rohstoffe ausbeuteten und die Bevölkerung versklavte und anderseits, indem sie europäische Kultur, Architektur und Musik auf die Inseln des pazifischen Ozeans und nach Amerika importierte und damit die Geschichte dieser Länder prägte.

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Blues auf Feldern und in Seelen

Freitag, 16. Oktober, 19.30 Uhr – Konzert
im Kirchgemeindehaus Johannes, Anfahrt
Eintritt frei, Kollekte für Stiftung Cooperaxion und Mission 21
→ Diese Veranstaltung auf Facebook

two+by+two+03Geschichte und Geschichten erzählt von Bluesman Ronny Kummer (l) und Pianist Reto Schiegg (r).

«Die blauen Töne, die Blue Notes – einmal im Ohr, schlüpfen sie in deine Seele und lassen dich nicht mehr los», sagt der Berner Blueser Ronny Kummer. Als 15-Jähriger hörte er erstmals bewusst Blues – er liess ihn fortan nicht mehr los. Es waren nicht nur die Töne. Immer mehr rutschte auch die Geschichte dieser Musik in sein Leben. Und mit ihr unzählige Geschichten, die er auf Reisen in Amerika, in Afrika und an Konzerten zu hören bekam oder in seiner Sammlung an Texten und Tönen fand.

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Wildfremd, hautnah: Berner Völkerschauen

Brändle Rea_4fMittwoch, 14. Oktober, 19.30 Uhr ­–
Vortrag mit Bildern und Kurzfilm
Kirchgemeindehaus Johannes, Anfahrt
Eintritt frei, Kollekte für Stiftung Cooperaxion und Mission 21 (→ Diese Veranstaltung auf Facebook)

Die Zürcher Autorin Rea Brändle ruft ein wichtiges Stück Kulturgeschichte in Erinnerung und zeigt unsern Umgang mit Bildern vom Fremden.

→Empfehlung: „Auf ins Bierhübeli zur Menschenausstellung“ und Interview mit Rea Brändle aus der Bernerzeitung, 07.10.2015

Viele Leute nehmen es heute erstaunt zur Kenntnis: Bis ins 20. Jahrhundert wurden Menschen aus Afrika, Asien und Amerika gegen Eintritt in Wirtschaften, Theatern oder zoologischen Gärten zur Schau gestellt. In Bern gab es zwischen 1834 und 1964 über 50 solche Spektakel. Die letzte Vorführung waren wohl 1964 die «Marokkanischen Handwerker» im Zirkus Knie.

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Eröffnung und Vernissage

Flyer_TJ_2015_webSonntag, 11. Oktober, 17 Uhr – Ansprachen, Lesung, Musik und Apéro
Kirchgemeindehaus Johannes, Anfahrt
Eintritt frei, Kollekte für Stiftung Cooperaxion und Mission 21 (→ Diese Veranstaltung auf Facebook)

Vernissage der Ausstellung «Auf den Spuren schwarzer Geschäfte» mit Lesung von Lukas Hartmann (Schriftsteller) und Grusswort von Claudia Bandixen (Direktorin Mission 21)

Musik von Isaac Biaas (Gesang, Gitarre) und Frederik Rechsteiner (Perkussion)
anschliessend Apéro riche und Ausstellungsbesichtigung

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«Ab der Welt» am Proben und Diskutieren

«Essen ungeniessbar», «Alles ab der Welt»; diese Kommentare im Internet für die Jugendherberge Titisee-Neustadt klangen nicht gerade rosig, nichtsdestotrotz fuhren wir mit dem Zug und dem Bus an dieses Ab-der-Welt. Als Willkommensgeschenk konnten wir unten am Bahnhof erst mal eine halbe Stunde auf den Taxiservice warten, um zu erfahren, dass wir doch laufen «dürfen» an dieses Ab-der-Welt.

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Aber eben, auch am Ab-der-Welt kann man echt viel Spass haben. Weiterlesen

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«Lüüter, bitte redet lüüter!»

Die Proben haben begonnen! Noch vor den Sommerferien verbrachten wir zwei Samstage im Grossen Saal des Kirchgemeindehauses Johannes in Bern. Einige Mitglieder des Ensembles haben bei früheren Projekten bereits Bühnenerfahrung gesammelt, doch Regie und Regieassistenz werden wohl noch oft «Lüüter, bitte redet lüüter!» rufen müssen, damit Sie, liebes Publikum unser Stück dann auch akustisch verstehen. Die Stimmung war an beiden Tagen aufgekratzt und die Schauspielerinnen und Schauspieler wollten bei der Inszenierung mitreden. Das klang dann etwa so: «Abr weisch, i darf ja nid so stah, de gseht mä numä mi Rüggä» oder «I gloube, mini Figur isch eher kritisch». Noch brauchten die Schauspielerinnen und Schauspieler ihren Text, wie auf den Probebildern zu sehen ist, aber dies wird sich nächste Woche bestimmt ändern. Weiterlesen

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