Kollekte 2015: Hoffnungsprojekte und Menschenrechte von Cooperaxion

Die Kollekte der Theateraufführungen und Rahmenveranstaltungen des Theaterensembles Johannes im Herbst 2015 kommen ohne Abzug dem Landesprogramm Nigeria des evangelischen Missionswerks Mission 21 und Cooperaxion zugute. In diesem Beitrag erfahren Sie Hintergründe zur Arbeit der Stiftung Cooperaxion, die Projekte in Brasilien und Liberia unterstützt.

Im Bewusstsein um die historischen Verwicklungen auch der Schweiz ist die Berner Stiftung Cooperaxion seit 2005 in Brasilien und Liberia engagiert. Cooperaxion fördert Entwicklungsprojekte entlang der transatlantischen Waren- und Sklavenhandelsrouten vom 17. bis 19. Jahrhundert. Im Mittelpunkt stehen vor allem junge Leute.

Verarbeitung von Babaçu-Nüssen in Brasilien

Verarbeitung von Babaçu-Nüssen in Brasilien

Brasilien: Monokulturen von Agrarmultis auf dem Vormarsch

Im Nordosten Brasiliens prägt die Babaçu-Palme die Landschaft. Ihre Nüsse sind hart. Viele Menschen leben in armen Quilombos, abgelegenen Dörfern, einst von geflohenen Sklaven gegründet. Cooperaxion fördert die Genossenschaft der «Babaçu-Knackerinnen» mit einer Öl-Mühle. Damit Rohstoffe selber verarbeitet und vermarktet werden und junge Quilombolas eine Zukunft haben.

Der ärmste brasilianischen Bundesstaat Maranhão wird von wenigen Familien und Firmen kontrolliert. Korruption, Gewalt und Drohungen sind Alltag – auch bei Partnerinnen und Partnern von Cooperaxion. Kleinbauern werden oft gezwungen ihr Land zu verlassen. Agromultis wollen es für Monokulturen nutzen. Cooperaxion unterstützt mit der katholischen «Pastoral da Terra» und Anwälten den Kampf der Quilombos für Landrechte.

Tanz Liberia

Tanz an einem Kulturfestival, Liberia

Liberia: Kulturfestivals und Recycling

In Liberias Hauptstadt Monrovia sind 70 Prozent der Jugendlichen arbeitslos und der Alltag ist hart. In den grössten Quartieren Soniwein und Claratown ist YOCADS aktiv. Cooperaxion unterstützt die Jugendorganisation bei Strassenfussball und Kulturfestivals mit Tanz und Akrobatik. Die Freizeitangebote schaffen soziale Bindungen und Tagesstruktur. Die gemeinsame Müllbeseitigung stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Für engagierte junge Leute gibt’s die Möglichkeit einer Berufsanlehre. Die praktische Ausbildung im Quartier wird begleitet von Workshops.
So erhöht das Projekt «Kick for Your Future» ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

In Monrovia kommt Trinkwasser meist aus kleinen Plastiktüten. Ohne Abfallentsorgung sind die Quartiere übersät mit leeren Säckli. Cooperaxion hilft dem «Green Center» von James Mulbah ein Plastic-Recycling-System aufzubauen. Sammelaktionen machen aus dem Plastikabfall einen Rohstoff, der wieder verwertet wird.

Direkte Spenden an: PC 46-7916-6, IBAN CH61 0900 0000 4600 7916 6

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