«Echt jetzt? Kirche?»

Den folgenden Text schrieb unsere Nachwuchsautorin und Schauspielerin Leira Seewer. In 5 Tagen ist sie wieder live auf der Bühne zu sehen. Sitzplätze reservieren lohnt sich!

Als mich eine Freundin zum ersten Mal mit in den Kindergottesdienst der Kirchgemeinde Johannes genommen hat, dachte ich: «Echt jetzt? Kirche?» Und als ich es später, nachdem ich begeistert zurückgekommen war, meinen Eltern erzählte, dachten die wohl auch «Echt jetzt? Kirche?» Jedenfalls mochte ich den Kindergottesdienst schon von Anfang an, ich fand die Leute nett und es war auch viel cooler, die Sonntage so zu verbringen als zu Hause oder im Museum. 2013 erfuhr ich dann vom Theaterensemble Johannes, bei dem viele Leute aus dem Kindergottesdienst mitmachten. Gemeinsam mit zwei Freundinnen entschloss ich, ebenfalls mitzumachen. Weiterlesen

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«Das Leben nach der Hölle» – Fotografien aus Nigeria

13. Oktober – 8. November 2015
täglich geöffnet von 14 – 18 Uhr – Ausstelllung von Andy Spyra

in der Johanneskirche, Anfahrt
Eintritt frei, Kollekte für Mission 21 und die Stiftung Cooperaxion

Die Ausstellung auf Facebook
→ «Wir beten. Aber nicht nur.» – Solidaritätsaktion für die Opfer von Boko Haram

St. There Church, Yola (Andy Spyra)

St. There Church, Yola (Andy Spyra)

Die Bilder
Im vergangenen Juli reiste der bekannte deutsche Fotograf Andy Spyra in den Norden Nigerias, der von der islamistischen Extremistengruppe Boko Haram kontrolliert wird. In eindrücklichen Bildern dokumentierte der deutsche Fotograf Spuren der Verwüstung und die Folgen des Terrors. Zwölf seiner Fotografien sind, zum ersten Mal weltweit, in der Johanneskirche ausgestellt.

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«Wir beten. Aber nicht nur.» – Solidarität für Nigeria

Web_Theaterlager_02Den folgenden Artikel verfasste Noemi Harnickell aus Anlass einer Solidarisierungsaktion für die Opfer von Boko Haram im Norden Nigerias. Die Kollekte unserer Veranstaltugen und Theateraufführungen kommt zur Hälfte der Friedensarbeit von Mission 21 in Nigeria zugute.

→ Leseempfehlung zum Thema: «Das Leben nach der Hölle.» Das ZEIT MAGAZIN im Gespräch mit Frauen, die sich aus den Fängen der Sekte Boko Haram befreien konnten.

Was ist unsere Mission?

«Wir beten. Aber nicht nur.» So das Motto von Mission 21 zur Solidarisierungsaktion mit den Opfern des Boko Haram. Aber was kann man denn mehr tun, als beten? Wie können wir, die wir hier sitzen, so weit entfernt von dem Schrecken, der da draussen Alltag ist, wie können wir kleinen Menschen etwas ausrichten? Weiterlesen

Auf den Spuren schwarzer Geschäfte – Ausstellung

Ausstellung_Cooperaxion13. Oktober – 8. November, geöffnet jeweils Di-So, 14-18 Uhr – Ausstellung
im Kirchgemeindehaus Johannes, Anfahrt
Eintritt frei, Kollekte für Stiftung Cooperaxion und Mission 21 (→ Die Ausstellung auf Facebook)

Vernissage: Sonntag, 11. Oktober 2015, 17 Uhr. Mit Lukas Hartmann, Musik: Isaac Biaas (Gitarre, Gesang) und Frederik Rechsteiner (Perkussion)

Eine Ausstellung der Stiftung Cooperaxion zu Dreieckshandel, Sklaverei und helvetischen Verstrickungen. Ein besonderes Wirtschaftssystem prägte die Welt vom 17. bis 19. Jahrhundert. Mit dem so genannten Dreieckshandel überquerten Menschen, Tiere und Pflanzen die Ozeane und schufen die Welt von heute. Anteil an den transatlantischen Waren- und Sklavengeschäften hatten auch koloniale Komplizen aus dem Binnenland Schweiz. Die Folgen dieser frühen Globalisierung prägen vielerorts noch die Gegenwart: Wirtschaftlich, sozial, religiös und kulturell.

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Kollekte 2015: Hoffnungsprojekte und Menschenrechte von Cooperaxion

Die Kollekte der Theateraufführungen und Rahmenveranstaltungen des Theaterensembles Johannes im Herbst 2015 kommen ohne Abzug dem Landesprogramm Nigeria des evangelischen Missionswerks Mission 21 und Cooperaxion zugute. In diesem Beitrag erfahren Sie Hintergründe zur Arbeit der Stiftung Cooperaxion, die Projekte in Brasilien und Liberia unterstützt.

Im Bewusstsein um die historischen Verwicklungen auch der Schweiz ist die Berner Stiftung Cooperaxion seit 2005 in Brasilien und Liberia engagiert. Cooperaxion fördert Entwicklungsprojekte entlang der transatlantischen Waren- und Sklavenhandelsrouten vom 17. bis 19. Jahrhundert. Im Mittelpunkt stehen vor allem junge Leute.

Verarbeitung von Babaçu-Nüssen in Brasilien

Verarbeitung von Babaçu-Nüssen in Brasilien

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Der Weg zur Schoggi-Schweiz

Mittwoch, 21. Oktober, 19.30 Uhr – Vortrag
im Kirchgemeindehaus Johannes, Anfahrt
Eintritt frei, Kollekte für Stiftung Cooperaxion und Mission 21
→ Diese Veranstaltung auf Facebook

historischFingerschlecken und schoggierende Geschichten mit Karl Johannes Rechsteiner von Cooperaxion.

Die Schweiz hat ein Schokoladenimage, obschon die Zutaten für die süsse Spezialität ihren Ursprung kaum hier haben. So sind eigentlich Spanien und Portugal traditionelle Kakaoländer. Und natürlich auch Frankreich und Italien, woher im 18. Jahrhundert Hausierer und Cioccolatieris auch in die Schweiz kamen und auf Märkten ihre Kakaowürste verkauften, aus denen man zuhause eine Trinkschokolade aufkochte. Doch als hierzulande erstmals Milch in die Chocolade kam und in der Berner Matte der junge Bernburger Rodolphe Lindt das Conchieren (er-)fand, brauchte es nur noch ein Marketing-Genies wie Tobler oder Suchard, um das globale Produkt aus dem Kolonialwarenladen in eine Schweizer Spezialität zu verwandeln.

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Auf den Spuren Magellans – Kolonialreiche und ihre Musik

Sonntag, 18. Oktober 2015, 17 Uhr ­– Konzert
Kirchgemeindehaus Johannes, Anfahrt
Eintritt frei, Kollekte für Stiftung Cooperaxion und Mission 21
→ Diese Veranstaltung auf Facebook

mit Anne Schmid (Alt), Jonathan Rubin (Laute, Theorbe)
und Magdalena Oliferko (Orgel und Programm)

Ferdinand Magellan (1480-1521)

Ferdinand Magellan (1480-1521)

Die Geschichte des Kolonialismus beginnt in der Zeit der Antike. Im Mittelalter wurde er im Mittelmeerraum weiterentwickelt und schliesslich bis Ende des 15. Jahrhunderts von italienischen Republiken dominiert. Es folgten die spektakulären Entdeckungen Amerikas (Christoph Kolumbus, 1492) und Indiens (Vasco da Gama, 1498) und, als Krönung dieser Entwicklung, die erste Weltumsegelung durch Ferdinand Magellan (1519-1522).

Die Entdeckungen zeigten neue, alternative Handelswege auf, öffneten die Tür für die Expansion Europas in die Neue Welt und läuteten das Zeitalter der Kolonialismus ein. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts errichteten die zwei grössten Kolonialmächte Europas auf Kosten der unterdrückten und annektierten Länder ihre Übersee-Imperien: zunächst unter der Führung Portugals, das bald aber von Spanien überholt wurde, dem Imperium, in dem «die Sonne niemals untergeht». Vom 17. Jahrhundert an folgten andere Grossmächte dem iberischen Beispiel: England, die Niederlande und später auch Frankreich. Von den besetzten Ländern profitierten sie einerseits, indem sie Rohstoffe ausbeuteten und die Bevölkerung versklavte und anderseits, indem sie europäische Kultur, Architektur und Musik auf die Inseln des pazifischen Ozeans und nach Amerika importierte und damit die Geschichte dieser Länder prägte.

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Blues auf Feldern und in Seelen

Freitag, 16. Oktober, 19.30 Uhr – Konzert
im Kirchgemeindehaus Johannes, Anfahrt
Eintritt frei, Kollekte für Stiftung Cooperaxion und Mission 21
→ Diese Veranstaltung auf Facebook

two+by+two+03Geschichte und Geschichten erzählt von Bluesman Ronny Kummer (l) und Pianist Reto Schiegg (r).

«Die blauen Töne, die Blue Notes – einmal im Ohr, schlüpfen sie in deine Seele und lassen dich nicht mehr los», sagt der Berner Blueser Ronny Kummer. Als 15-Jähriger hörte er erstmals bewusst Blues – er liess ihn fortan nicht mehr los. Es waren nicht nur die Töne. Immer mehr rutschte auch die Geschichte dieser Musik in sein Leben. Und mit ihr unzählige Geschichten, die er auf Reisen in Amerika, in Afrika und an Konzerten zu hören bekam oder in seiner Sammlung an Texten und Tönen fand.

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Wildfremd, hautnah: Berner Völkerschauen

Brändle Rea_4fMittwoch, 14. Oktober, 19.30 Uhr ­–
Vortrag mit Bildern und Kurzfilm
Kirchgemeindehaus Johannes, Anfahrt
Eintritt frei, Kollekte für Stiftung Cooperaxion und Mission 21 (→ Diese Veranstaltung auf Facebook)

Die Zürcher Autorin Rea Brändle ruft ein wichtiges Stück Kulturgeschichte in Erinnerung und zeigt unsern Umgang mit Bildern vom Fremden.

→Empfehlung: „Auf ins Bierhübeli zur Menschenausstellung“ und Interview mit Rea Brändle aus der Bernerzeitung, 07.10.2015

Viele Leute nehmen es heute erstaunt zur Kenntnis: Bis ins 20. Jahrhundert wurden Menschen aus Afrika, Asien und Amerika gegen Eintritt in Wirtschaften, Theatern oder zoologischen Gärten zur Schau gestellt. In Bern gab es zwischen 1834 und 1964 über 50 solche Spektakel. Die letzte Vorführung waren wohl 1964 die «Marokkanischen Handwerker» im Zirkus Knie.

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Eröffnung und Vernissage

Flyer_TJ_2015_webSonntag, 11. Oktober, 17 Uhr – Ansprachen, Lesung, Musik und Apéro
Kirchgemeindehaus Johannes, Anfahrt
Eintritt frei, Kollekte für Stiftung Cooperaxion und Mission 21 (→ Diese Veranstaltung auf Facebook)

Vernissage der Ausstellung «Auf den Spuren schwarzer Geschäfte» mit Lesung von Lukas Hartmann (Schriftsteller) und Grusswort von Claudia Bandixen (Direktorin Mission 21)

Musik von Isaac Biaas (Gesang, Gitarre) und Frederik Rechsteiner (Perkussion)
anschliessend Apéro riche und Ausstellungsbesichtigung

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