Angebote für Gruppen und Klassen

Unser neues Theaterstück eignet sich für Unterricht in Schule und Kirche oder für die Gemeindearbeit mit Erwachsenen. Es spricht relevante und drängende Themen unserer Zeit an: die Herausforderungen der Klimakrise auf der einen, Mobbing und Ausgrenzung auf der anderen Seite. Es geht um Mut und Widerstand, aber auch um unseren Umgang mit Behinderungen. Hier stellen wir unser vielfältiges Angebot für Gruppen und Klassen vor. Die Angebote für Schüler*innen empfehlen wir ab der Mittelstufe (5. Klasse).

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Genug geredet, steht jetzt auf!

Im Herbst 2021 inszeniert das Theaterensemble Johannes in Zusammenarbeit mit dem Hiphop Center Bern sein neues Mundarttheaterstück: Brennende Wälder, schmelzende Gletscher, steigende Temperaturen, Plastikberge im Meer. Eigentlich wissen es alle: Die Klimakrise bedroht das Leben auf unserem Planeten. Und doch tut sich kaum etwas, bis sich ein schwedisches Mädchen für 2.50 Franken ein Schild kauft und zu streiken beginnt. «I want you to panic!», ruft Greta den Mächtigen dieser Welt zu. «Ich will, dass ihr in Panik geratet!»

Ihr Engagement provoziert: Für die einen ist sie eine Prophetin, für die andern eine Nervensäge. Doch ihr Streik zieht immer weitere Kreise, Kinder und Jugendliche stehen auf und kämpfen fürs Klima. Im neuen Theater geht es um den Klimawandel, aber auch um Mobbing und Ausgrenzung. Es geht um Mut und Widerstand, aber auch um unseren Umgang mit Behinderungen.

Greta Thunberg vor dem Schwedischen Parlament in Stockholm (photo: Jessica Gow, © CC)
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Blog: Videoclip-Dreh «Ice Age»

Wir haben zusammen mit dem HipHop Center Bern, für den Song «Ice Age» ein Videoclip zum Thema «Klimawandel», passend zum Theaterstück, gedreht. Das Resultat ist ganz unten an diesem Beitrag eingebettet.

Zuerst haben wir die Szenen, in denen Greta streikt und immer mehr Leute dazukommen, gedreht. Dann kam die Demo dran. Das war ziemlich lustig, weil wir pausenlos irgendwelche Demo-Parolen geschrien haben und der Filmer vor uns hin- und hergerannt ist: Vor und zurück – und dann wieder zum Startpunkt und noch mehr Demo.

Nach dieser Szene haben sich die beiden Rapper als Steinzeitmenschen verkleidet, und es sich in einem Iglu aus Kartonschachteln bequem gemacht. Dort haben wir mit unseren Demoschildern, um einen Fisch gestritten oder mit einem Ball gespielt. Jemand hat sogar einen Bart und falsche Haare bekommen, so dass man ihn fast nicht mehr gesehen hat. Dazu haben die «Steinzeitmenschen» getanzt und gesungen und wir wurden mit Kunstschnee beworfen.

Dann gab es Zvieri und wir haben uns die Aufnahmen angeschaut. Ein paar Szenen sind ziemlich lustig geworden!

Anaëlle, 11

Fotos: Kira Jakob

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Blog: Probelager Vicosoprano II

Im Theaterlager in Vicosoprano haben wir drei Ausflüge gemacht. Einmal waren wir in der Staumauer Albigna. Wir waren auch in Bondo und haben eine Präsentation über den Bergsturz vor 4 Jahren gehört, und auch die Turnhalle gesehen die damals voller Steinen war. Es hat eine graue Linie, wo man sieht, bis wo die Steine kamen.

Einmal waren wir an einem Badesee. Der See war sehr, sehr kalt. In der Staumauer war es auch kalt, kalt wie im Winter. Im Winter fühlt es sich in der Staumauer aber so warm an, wie in einer Stube. In der Mauer gibt es 1200 Stufen und wir haben alle betreten.

Emelina, 11

Fotos: Theaterensemble

Blog: Probelager Vicosoprano

In der letzten Sommerferienwoche ist die gesamte Crew nach Vicosoprano im Bergell gefahren. Trotz dem schönen Wetter und den coolen Aktivitäten, mussten wir natürlich auch unsere Arbeit erledigen.

Das Proben war für so ziemlich alle, etwas vom Tollsten. Es war auch anstrengend, jedoch hat nie jemand gemeckert. Gestartet hat es immer mit einem Warm-up nach der Morgenfeier. Dieses bestand aus einigen Übungen und dauerte ca. 15 Minuten. Die Schauspieler*innen feilten danach meistens in drei Gruppen an verschiedenen Szenen.

In der Villa Pia hatten wir genug Platz, um den Emotionen und der Kreativität freien Lauf zu lassen. Wer nicht gerade eingeteilt war, hatte die Möglichkeit, auf seinem Zimmer oder im schönen Aussenbereich seine Texte zu üben oder sich auch einfach ein bisschen auszuruhen.  

Emilie, 13

Fotos: Theaterensemble

Blog: Strike for Future

Am Freitag, den 21.5.2021, war der Klimastreik und ein paar vom Theater waren mit dabei. Wir sind mit selbst bemalten Fähnchen bis zum Bahnhof Bern gelaufen. Dort haben wir noch viele Fotos gemacht. Es war sehr schade, dass es dauernd regnete, aber trotzdem hat es viel Spass gemacht.

Paloma, 10

Versuchshalber habe ich meine Absicht, am «Strike for Future» teilzunehmen, einigen Bekannten kundgetan. Als Reaktion habe ich erwartet, dass es heisst: «Geht’s noch, in deinem Alter geht man doch nicht mehr an eine Demo.» Doch da kam nichts in dieser Art, was mir doch etwas Mut machte.

Dann ging’s los. Leider eine recht kleine Gruppe, die sich auf den Weg zum Bahnhofplatz machte. Andauernder Regen, zum Glück nicht heftig, aber wohl für Klimademos obligatorisch. Bei der Heiliggeistkirche haben wir uns dann aufgestellt… und dann eine wohl eher passive Rolle gespielt. Die coronabedingte Gruppenbildung bevorzugte die dort anwesenden Randständigen und andere Kulturtreibende mit ihren lauten Vorträgen. 

Nun, für mich als Demo-Neuling war es recht so. Sich für wichtige Anliegen in der Öffentlichkeit zu exponieren, braucht es etwas Mut und auch «Übung»… also bis zum nächsten Mal!       

André, 73

Fotos: Roman Lehmann

Blog: Kick-Off

Am Samstag-Morgen starteten wir das Theaterprojekt in einem Zoom-Meeting. Da es viele neue Teilnehmer gab, starteten wir, indem wir uns einander vorstellten. Es wurden generelle Informationen und auch Rollenvorschläge an uns weitergegeben.

Einige Stunden später versammelten sich alle unter 20 Jährigen im Kirchgemeindehaus Johannes. Es war aufs Neue lustig, die einzelnen Schauschpielerinnen und Organisatoren kennenzulernen, da wir meist andere Erwartungen der Grösse voneinander hatten.

Die Versammlung begann mit einigen Kennenlern- und Bewegungsspielen. Danach fingen wir an, in kleinen Gruppen, jeweils 30 Minuten, Fähnlein für den Klimastreik am 21. Mai zu gestalten, Improvisationsübungen zu theatern und eine erste Szene über Greta zu spielen. Während den Aktivitäten durften wir eine Pause machen, Glace essen und uns mit den anderen unterhalten.

Die Zeit verflog viel zu schnell und wir kamen am Ende an. Wir spielten noch einige lustige Abschiedsspiele mit allen zusammen, bis die Zeit schlussendlich doch vorbei war.

Julia, 14

Fotos: Lorenz Jost, Kira Jakob

Projekt 2019: Exodus

Im Herbst 2019 hat das Theaterensemble Johannes mit «Exodus» sein bereits sechstes Mundarttheaterstück auf die Bühne gebracht. Im Zentrum stand die Geschichte des Mose, der von Gott dazu berufen wird, die Sklaven aus der ägyptischen Knechtschaft des Pharaos durch die Wüste in ein neues Land zu führen. Die Geschichte machte Mut zum Widerstand gegen Gewalt und Unterdrückung und regte an zum Nachdenken über Gerechtigkeit und Gottvertrauen. Die sechs Vorstellungen wurden von rund 1’000 Zuschauer*innen besucht, darunter rund 30 Klassen aus Schule und Kirchlicher Unterweisung KUW.

Fotorückblick EXODUS

Fotos: © → Jonathan Liechti

Eine religionsverbindende Geschichte

In Zeiten von zunehmenden antisemitischen und antimuslimischen Strömungen motivierte die interreligiöse Geschichte des Moses nicht zuletzt zur kritischen Auseinandersetzung mit religionsverbindenden Themen an. So ist Moses sowohl für Jüd*innen als auch für Christ*innen und Muslim*innen von grosser Bedeutung. Diese Ebene des Projektes ist nicht zuletzt in der Theaterzeitung zum Ausdruck gekommen, die Gespräche mit einer katholischen Theologin und einer muslimischen Religionswissenschaftlerin. Die Theaterzeitung gibt es → hier zum Download.

 

Beteiligte Personen, Stimmen und Kollekte

An den Theateraufführungen war ein rund 40-köpfiges Team aus Kindern, Jugendlichen, und jüngeren und älteren Erwachsenen beteiligt. Das Projekt stand unter der Leitung von Hannes Liechti und Jürg Liechti-Möri. Erstmals war das Projekt Teil der Ökumene Bern-Nord der beiden reformierten Stadtberner Kirchgemeinden Johannes und Markus sowie der katholischen Pfarrei St. Marien. Bei den Vorführungen konnten rund 20’000 Franken Kollekte für das → Landesprogramm Nigeria von → Mission 21 gesammelt werden.

Die Veranstaltungsreihe wurde von der Presse in verschiedenr Form aufgegriffen. → Auf dieser Seite finden Sie unsere Presseschau mit ausgewählten Artikeln. Einen detaillierten Schlussbericht mit weiteren Stimmen zum Exodus-Projekt erhalten Sie → auf Anfrage.

Ausblick

Seit nunmehr zehn Jahren bringt das Theaterensemble Johannes anspruchsvolle Mundarttheaterstücke zu kirchlichen und biblischen Themen auf die Bühne. Um diese Arbeit weiter zu verfolgen und auch mittelfristig zu sichern, möchten wir das Ensemble strukturell auf stabilere Beine stellen. Dazu laufen im Moment Gespräche mit potentiellen Partnern. Wenn dies gelingt, werden wir uns ab Sommer 2020 die Arbeit an einer neuen Produktion aufnehmen. Bleiben Sie über unseren Newsletter (Anmeldung auf der → Startseite in der Spalte rechts oben) auf dem Laufenden.

Sind Sie interessiert, an einem unserer kommenden Projekt auf oder hinter der Bühne mitzuwirken? Wir freuen uns über neue Gesichter! → Kontaktieren Sie uns.

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