Lied einer neuen Welt – Luther & Co. proben den Aufstand

Im Herbst 2017 inszeniert das Berner Theaterensemble Johannes im Rahmen der Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläums sein neues Mundarttheaterstück. Nach Stücken zu Janusz Korczak (2011), Sophie Scholl (2013) und Mission, Rassismus und Sklaverei (2015) folgt nun ein Stück zur Bergpredigt, zur wohl wichtigsten Rede Jesu.

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Lesen Sie unten eine erste Inhaltszusammenfassung und erfahren Sie hier mehr über Angebote für Gruppen, Schulklassen und Klassen der Kirchlichen Unterweisung (KUW).

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Angebote für Gruppen und Klassen 2017

Das Erbe der Reformation – Visionen und Träume einer neuen Welt – Utopien – die Themen laden geradezu ein, in die Gemeindearbeit und den Schulunterricht einbezogen zu werden. Theater, Ausstellung und fünf interessante Workshops – hier stellen wir unser vielfältiges Angebot für Gruppen und Klassen vor. Die Informationen zu den einzelnen Angeboten werden sobald verfügbar aktualisiert. Alle Angebote empfehlen wir ab der Oberstufe (7. Klasse). Weiterlesen

«Da draussen bei den Heiden» – Szenen zu Mission, Rassismus und Sklaverei

Flyer_TJ_2015_webDas neue Mundarttheaterstück des Theaterensembles Johannes – Premiere am 25. Oktober 2015 – wirft einen kritischen Blick auf das 19. Jahrhundert: Es erzählt anlässlich des Jubiläums «200 Jahre Basler Mission» die spannende Lebensgeschichte des Missionsehepaars Johannes Zimmermann und Catherine Mulgrave, das mit eigenwilligen Ideen das strenge Basler Missionskomitee immer wieder herausfordert. Die Schweizer Verstrickung in die Sklaverei wird ebenso thematisiert wie das rassistische Menschenbild der damaligen Wissenschaft.

Das von Livemusik und einem Projektchor (Komposition & Leitung: Moritz Achermann) begleitete Theaterstück scheut sich nicht, die Brücke in die Gegenwart zu schlagen und zum Weiterdenken anzuregen: Haben wir heute noch eine Mission oder ist unsere Mission etwa beendet? Ab 12 Jahren, besonders geeignet für den Besuch mit Klassen und Gruppen (Infos hier).

In einem bunten Rahmenprogramm erkundet das Theaterensemble Johannes gemeinsam mit dem Co-Organisator, der Stiftung Cooperaxion, die Themen Mission, Sklaverei und Rassismus aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Eintritt frei, Kollekte für Mission 21 (Nigeria) und Cooperaxion (Liberia/Brasilien).

Flyer | Daten Theaterprojekt | Rahmenprogramm | Angebote für Klassen und Gruppen
Kollektenprojekt Mission 21 | Kollektenprojekte Cooperaxion
Das Theater auf Facebook | Theaterzeitung «Da draussen bei den Heiden»

«Das Leben nach der Hölle» – Fotografien aus Nigeria

13. Oktober – 8. November 2015
täglich geöffnet von 14 – 18 Uhr – Ausstelllung von Andy Spyra

in der Johanneskirche, Anfahrt
Eintritt frei, Kollekte für Mission 21 und die Stiftung Cooperaxion

Die Ausstellung auf Facebook
→ «Wir beten. Aber nicht nur.» – Solidaritätsaktion für die Opfer von Boko Haram

St. There Church, Yola (Andy Spyra)

St. There Church, Yola (Andy Spyra)

Die Bilder
Im vergangenen Juli reiste der bekannte deutsche Fotograf Andy Spyra in den Norden Nigerias, der von der islamistischen Extremistengruppe Boko Haram kontrolliert wird. In eindrücklichen Bildern dokumentierte der deutsche Fotograf Spuren der Verwüstung und die Folgen des Terrors. Zwölf seiner Fotografien sind, zum ersten Mal weltweit, in der Johanneskirche ausgestellt.

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Auf den Spuren schwarzer Geschäfte – Ausstellung

Ausstellung_Cooperaxion13. Oktober – 8. November, geöffnet jeweils Di-So, 14-18 Uhr – Ausstellung
im Kirchgemeindehaus Johannes, Anfahrt
Eintritt frei, Kollekte für Stiftung Cooperaxion und Mission 21 (→ Die Ausstellung auf Facebook)

Vernissage: Sonntag, 11. Oktober 2015, 17 Uhr. Mit Lukas Hartmann, Musik: Isaac Biaas (Gitarre, Gesang) und Frederik Rechsteiner (Perkussion)

Eine Ausstellung der Stiftung Cooperaxion zu Dreieckshandel, Sklaverei und helvetischen Verstrickungen. Ein besonderes Wirtschaftssystem prägte die Welt vom 17. bis 19. Jahrhundert. Mit dem so genannten Dreieckshandel überquerten Menschen, Tiere und Pflanzen die Ozeane und schufen die Welt von heute. Anteil an den transatlantischen Waren- und Sklavengeschäften hatten auch koloniale Komplizen aus dem Binnenland Schweiz. Die Folgen dieser frühen Globalisierung prägen vielerorts noch die Gegenwart: Wirtschaftlich, sozial, religiös und kulturell.

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Der Weg zur Schoggi-Schweiz

Mittwoch, 21. Oktober, 19.30 Uhr – Vortrag
im Kirchgemeindehaus Johannes, Anfahrt
Eintritt frei, Kollekte für Stiftung Cooperaxion und Mission 21
→ Diese Veranstaltung auf Facebook

historischFingerschlecken und schoggierende Geschichten mit Karl Johannes Rechsteiner von Cooperaxion.

Die Schweiz hat ein Schokoladenimage, obschon die Zutaten für die süsse Spezialität ihren Ursprung kaum hier haben. So sind eigentlich Spanien und Portugal traditionelle Kakaoländer. Und natürlich auch Frankreich und Italien, woher im 18. Jahrhundert Hausierer und Cioccolatieris auch in die Schweiz kamen und auf Märkten ihre Kakaowürste verkauften, aus denen man zuhause eine Trinkschokolade aufkochte. Doch als hierzulande erstmals Milch in die Chocolade kam und in der Berner Matte der junge Bernburger Rodolphe Lindt das Conchieren (er-)fand, brauchte es nur noch ein Marketing-Genies wie Tobler oder Suchard, um das globale Produkt aus dem Kolonialwarenladen in eine Schweizer Spezialität zu verwandeln.

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Auf den Spuren Magellans – Kolonialreiche und ihre Musik

Sonntag, 18. Oktober 2015, 17 Uhr ­– Konzert
Kirchgemeindehaus Johannes, Anfahrt
Eintritt frei, Kollekte für Stiftung Cooperaxion und Mission 21
→ Diese Veranstaltung auf Facebook

mit Anne Schmid (Alt), Jonathan Rubin (Laute, Theorbe)
und Magdalena Oliferko (Orgel und Programm)

Ferdinand Magellan (1480-1521)

Ferdinand Magellan (1480-1521)

Die Geschichte des Kolonialismus beginnt in der Zeit der Antike. Im Mittelalter wurde er im Mittelmeerraum weiterentwickelt und schliesslich bis Ende des 15. Jahrhunderts von italienischen Republiken dominiert. Es folgten die spektakulären Entdeckungen Amerikas (Christoph Kolumbus, 1492) und Indiens (Vasco da Gama, 1498) und, als Krönung dieser Entwicklung, die erste Weltumsegelung durch Ferdinand Magellan (1519-1522).

Die Entdeckungen zeigten neue, alternative Handelswege auf, öffneten die Tür für die Expansion Europas in die Neue Welt und läuteten das Zeitalter der Kolonialismus ein. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts errichteten die zwei grössten Kolonialmächte Europas auf Kosten der unterdrückten und annektierten Länder ihre Übersee-Imperien: zunächst unter der Führung Portugals, das bald aber von Spanien überholt wurde, dem Imperium, in dem «die Sonne niemals untergeht». Vom 17. Jahrhundert an folgten andere Grossmächte dem iberischen Beispiel: England, die Niederlande und später auch Frankreich. Von den besetzten Ländern profitierten sie einerseits, indem sie Rohstoffe ausbeuteten und die Bevölkerung versklavte und anderseits, indem sie europäische Kultur, Architektur und Musik auf die Inseln des pazifischen Ozeans und nach Amerika importierte und damit die Geschichte dieser Länder prägte.

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Blues auf Feldern und in Seelen

Freitag, 16. Oktober, 19.30 Uhr – Konzert
im Kirchgemeindehaus Johannes, Anfahrt
Eintritt frei, Kollekte für Stiftung Cooperaxion und Mission 21
→ Diese Veranstaltung auf Facebook

two+by+two+03Geschichte und Geschichten erzählt von Bluesman Ronny Kummer (l) und Pianist Reto Schiegg (r).

«Die blauen Töne, die Blue Notes – einmal im Ohr, schlüpfen sie in deine Seele und lassen dich nicht mehr los», sagt der Berner Blueser Ronny Kummer. Als 15-Jähriger hörte er erstmals bewusst Blues – er liess ihn fortan nicht mehr los. Es waren nicht nur die Töne. Immer mehr rutschte auch die Geschichte dieser Musik in sein Leben. Und mit ihr unzählige Geschichten, die er auf Reisen in Amerika, in Afrika und an Konzerten zu hören bekam oder in seiner Sammlung an Texten und Tönen fand.

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Wildfremd, hautnah: Berner Völkerschauen

Brändle Rea_4fMittwoch, 14. Oktober, 19.30 Uhr ­–
Vortrag mit Bildern und Kurzfilm
Kirchgemeindehaus Johannes, Anfahrt
Eintritt frei, Kollekte für Stiftung Cooperaxion und Mission 21 (→ Diese Veranstaltung auf Facebook)

Die Zürcher Autorin Rea Brändle ruft ein wichtiges Stück Kulturgeschichte in Erinnerung und zeigt unsern Umgang mit Bildern vom Fremden.

→Empfehlung: „Auf ins Bierhübeli zur Menschenausstellung“ und Interview mit Rea Brändle aus der Bernerzeitung, 07.10.2015

Viele Leute nehmen es heute erstaunt zur Kenntnis: Bis ins 20. Jahrhundert wurden Menschen aus Afrika, Asien und Amerika gegen Eintritt in Wirtschaften, Theatern oder zoologischen Gärten zur Schau gestellt. In Bern gab es zwischen 1834 und 1964 über 50 solche Spektakel. Die letzte Vorführung waren wohl 1964 die «Marokkanischen Handwerker» im Zirkus Knie.

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Eröffnung und Vernissage

Flyer_TJ_2015_webSonntag, 11. Oktober, 17 Uhr – Ansprachen, Lesung, Musik und Apéro
Kirchgemeindehaus Johannes, Anfahrt
Eintritt frei, Kollekte für Stiftung Cooperaxion und Mission 21 (→ Diese Veranstaltung auf Facebook)

Vernissage der Ausstellung «Auf den Spuren schwarzer Geschäfte» mit Lesung von Lukas Hartmann (Schriftsteller) und Grusswort von Claudia Bandixen (Direktorin Mission 21)

Musik von Isaac Biaas (Gesang, Gitarre) und Frederik Rechsteiner (Perkussion)
anschliessend Apéro riche und Ausstellungsbesichtigung

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