Friede in Allah und Gott

Im Nigerianischen Dorf Gurku leben Muslime und Christen friedlich zusammen. Obwohl im Land Islamisten wüten und Misstrauen die Bevölkerung spaltet.

Sand wirbelt zwischen den beigen Hütten auf. Die Sonne brennt auf die Wellblechdächer der Siedlung unweit der nigerianischen Hauptstadt Abuja. Rund 1000 Menschen zählt Gurku, eines der wenigen interreligiösen Flüchtlingsdörfer im Land. Hier leben Muslime und Christen zusammen. In einem schweren Schicksal vereint – weil sie sich weigerten, die extremistische Glaubensauffassung der Kämpfer der islamistischen Terrormiliz Boko Haram anzunehmen. Weiterlesen

Patronatskomitee Theaterensemble Johannes

Wir suchen 50 bis 100 Personen, die dem Patronatskomitee Theaterensemble Johannes beitreten möchten. Als Mitglied des Patronatskomitees unterstützten Sie unser Theaterprojekt mit einem einmaligen finanziellen Beitrag. Warum Sie Patronin oder Patron werden sollten? Lesen Sie weiter!

Anmeldeformular | Mitglieder Patronatskomitees

«Mir bleibt besonders die Gemeinschaft in Erinnerung. Es war bei jeder Probe wunderbar anzukom-men und dann stand meine zweite Familie da. Das Theaterensemble gab mir jedes Mal das Gefühl, nach Hause zu kommen. Und die Reaktionen der Zuschauer waren auch mega toll anzuhören und zu merken: Wir geben den Leuten etwas mit.!» (Ensemblemitglied)

40 Mitwirkende, 1’571 Zuschauerinnen und Zuschauer an sieben Aufführungen, darunter 35 Schul- und KUW-Klassen, 32’106 Franken Kollekte für Projekte von Mission 21 und Cooperaxion: Diese Zahlen beschreiben das letzte Theaterprojekt «Da draussen bei den Heiden» nur ansatzweise. Insbesondere für die Ensemblemitglieder ist das Erarbeiten eines Theaters ein prägendes Erlebnis

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Hingebungsvoll und ohrenbetäubend laut

«Lasst uns beten!» Nach einem Rutschen und Rascheln von 2’000 Menschen, die sich zum Gebet vornüberbeugten, wurde es still. Die Unterarme auf der Lehne der vorderen Kirchenbank abgelegt, das Gesicht in der einen Armbeuge vergraben, lauschte ich den Worten, die aus den Lautsprechern plärrten.

Beim ersten Gottesdienst, den Noemi, Jonathan und ich in Abuja bei der Ekklesiyar Yanuwa a Nigeria (EYN) erlebt hatten, war ich während des Gebets aufrecht dagesessen, hatte das Muster auf dem Kleid meiner Nachbarin bewundert, dann auf meine Hände geschaut, sowie die Kuppel bestaunt.

Ins Gebet vertieft: Mitglieder der EYN-Kirche in Abuja, Nigeria

Ins Gebet vertieft: Mitglieder der EYN-Kirche in Abuja, Nigeria

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«Wir beten. Aber nicht nur.» – Solidarität für Nigeria

Web_Theaterlager_02Den folgenden Artikel verfasste Noemi Harnickell aus Anlass einer Solidarisierungsaktion für die Opfer von Boko Haram im Norden Nigerias. Die Kollekte unserer Veranstaltugen und Theateraufführungen kommt zur Hälfte der Friedensarbeit von Mission 21 in Nigeria zugute.

→ Leseempfehlung zum Thema: «Das Leben nach der Hölle.» Das ZEIT MAGAZIN im Gespräch mit Frauen, die sich aus den Fängen der Sekte Boko Haram befreien konnten.

Was ist unsere Mission?

«Wir beten. Aber nicht nur.» So das Motto von Mission 21 zur Solidarisierungsaktion mit den Opfern des Boko Haram. Aber was kann man denn mehr tun, als beten? Wie können wir, die wir hier sitzen, so weit entfernt von dem Schrecken, der da draussen Alltag ist, wie können wir kleinen Menschen etwas ausrichten? Weiterlesen

Kollekte 2015: Hoffnungsprojekte und Menschenrechte von Cooperaxion

Die Kollekte der Theateraufführungen und Rahmenveranstaltungen des Theaterensembles Johannes im Herbst 2015 kommen ohne Abzug dem Landesprogramm Nigeria des evangelischen Missionswerks Mission 21 und Cooperaxion zugute. In diesem Beitrag erfahren Sie Hintergründe zur Arbeit der Stiftung Cooperaxion, die Projekte in Brasilien und Liberia unterstützt.

Im Bewusstsein um die historischen Verwicklungen auch der Schweiz ist die Berner Stiftung Cooperaxion seit 2005 in Brasilien und Liberia engagiert. Cooperaxion fördert Entwicklungsprojekte entlang der transatlantischen Waren- und Sklavenhandelsrouten vom 17. bis 19. Jahrhundert. Im Mittelpunkt stehen vor allem junge Leute.

Verarbeitung von Babaçu-Nüssen in Brasilien

Verarbeitung von Babaçu-Nüssen in Brasilien

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Kollekte 2015: Landesprogramm Nigeria von Mission 21

Die Kollekte der Theateraufführungen und Rahmenveranstaltungen des Theaterensembles Johannes im Herbst 2015 kommen ohne Abzug dem Landesprogramm Nigeria des evangelischen Missionswerks Mission 21 und Projekten von Cooperaxion in Liberia und Brasilien zugute. In diesem Beitrag erfahren Sie Hintergründe zur Arbeit von Mission 21 in Nigeria. Im Landesprogramm sind alle einzelnen Projekte zusammengefasst und werden gesamthaft koordiniert. Exemplarisch dafür stellen wir hier das Projekt «Gräben überwinden, gemeinsam am Frieden bauen» vor.

→ Leseempfehlung zum Thema: «Das Leben nach der Hölle» Das ZEIT MAGAZIN im Gespräch mit Frauen, die sich aus den Fängen der Sekte Boko Haram befreien konnten.

Die Überreste der von Boko Haram ausgebrannten EYN-Kirche in Maiduguri/Wulari; Gemeindemitglied (links) und Gemeindepfarrer Yuguda Z. Mdurvwa. Foto: Mission 21/Jochen Kirsch, Meehyun Chung.

Die Überreste der von Boko Haram ausgebrannten EYN-Kirche in Maiduguri/Wulari; Gemeindemitglied (links) und Gemeindepfarrer Yuguda Z. Mdurvwa.
Foto: Mission 21/Jochen Kirsch, Meehyun Chung.

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«Mission Hoffnung» Neues Unterrichtsmaterial erschienen

Arbeitsheft_Mission2015 feiert das Evangelische Missionswerk Basel Mission 21 das 200-jährige Bestehen der Basler Mission. Aus diesem Anlass erscheint im November 2014 eine neue Unterrichtseinheit für die Kirchliche Unterweisung. In drei thematischen Blöcken, deren Module frei kombinierbar sind, wird das Thema Mission kritisch, abwechslungsreich und handlungsorientiert behandelt.

Im Zentrum stehen dabei die Lebensgeschichten des Missionsehepaares Johannes Zimmermann und Catherine Mulgrave, die für die Basler Mission im 19. Jahrhundert im westafrikanischen Ghana tätig waren. Die Jugendlichen lernen damit eindrückliche Menschen kennen, die durch das Evangelium den Mut fanden, Grenzen zu überschreiten. In den Unterrichtsmaterialen werden die Jugendlichen nicht zuletzt aufgefordert, nach ihrer eigenen «Mission» und Lebensaufgabe zu suchen.

Bestellung und Download der Unterrichtseinheit (kostenlos)

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Bericht aus Honduras

Im vergangenen Herbst besuchten Roxana Corrales und Aldo Rubio von der Insel Zacate Grande, Honduras auf Initiative des Theaterensembles Johannes die Schweiz. Die beiden erzählten in Schulklassen, Abendveranstaltungen und persönlichen Begegnungen von ihrem Widerstand gegen einen Grossgrundbesitzer, der die Insel in ein Ferienparadies der Luxusklasse umwandeln möchte und mit Naturschutzgebieten im CO2-Emissionshandel mitmischt. Seither ist in Honduras viel geschehen – kurz nach dem Besuch in der Schweiz fanden in dem zentralamerikanischen Staat Wahlen statt. Wir haben einen Brief von Roxana und Aldo erhalten, in dem sie über die aktuelle Situation berichten.

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Widerstand heute:
Jugendradio in Honduras

Begegnungsabend mit jungen Radioschaffenden
Mittwoch, 6. November, 19.30 Uhr

im Kirchgemeindehaus Johannes, Anfahrt
Eintritt frei, Kollekte für das Landesprogramm Honduras des HEKS

Radiomitarbeiterin Roxana Corrales Vasquez (23) vor dem Sendepult in Zacate Grande

An den Veranstaltungen des Theaterensembles Johannes im Herbst 2013 werden auch Formen des Widerstands in der Gegenwart thematisiert. Die Kollekte der Veranstaltungsreihe wird zu Gunsten der Arbeit des Hilfswerks der Evangelischen Kirchen der Schweiz HEKS in Honduras gesammelt. In einem der unterstützten Projekte leisten Jugendliche und junge Erwachsene über das Lokalradio «La Voz de Zacate Grande» Widerstand gegen den 89-jährigen Palmölmagnaten Miguel Facussé, der immer mehr Land der honduranischen Insel «Zacate Grande» unter seine Kontrolle bringen möchte.

Kampf um das eigene Land
In Honduras besitzen zwölf Oligarchenfamilien über 90 Prozent des Landes. In vielen Regionen, so auch auf der wunderschönen südlichen Halbinsel Zacate Grande, kämpft die Bevölkerung um ihre Heimat. Grossgrundbesitzer Facussé hat sich bereits Teile der Halbinsel zu eigen gemacht und will noch mehr, um ein Ferienressort mit Luxusvillen zu errichten. Einige mutige Jugendliche und junge Erwachsene haben vor drei Jahren das Lokalradio La Voz de Zacate Grande aufgebaut, informieren damit die Bevölkerung über den Landkampf und sensibilisieren sie für ihre Rechte.

Besuch in der Schweiz
Anfang November besuchen Roxana Corrales Vasquez (23) und Aldo Josué Rubio Marquina (15) (Bilder siehe unten) vom Lokalradio auf Zacate Grande die Schweiz. In Kirchgemeinden und Schulen erzählen sie von ihrer Radioarbeit und dem Kampf um Land. In Bern findet am 6. November ein Begegnungsabend statt. Bei der Abendveranstaltung stehen zwei Jugendliche im Zentrum, die noch nie den Fuss in ein Flugzeug gesetzt haben. Roxana und Aldo erzählen an diesem Abend von ihrem Einsatz für das Recht auf Land und dem Kampf um ihre Lebensgrundlagen. Im Anschluss an die Veranstaltung erwartet die Besuchenden ein zentralamerikanischer Apéro.

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Von der Mitläuferin zur Kämpferin

Vor 70 Jahren, am 22. Februar 1943, wurde die deutsche Widerstandskämpferin Sophie Scholl von den Nationalsozialisten ermordet. Mit mutigen Flugblattaktionen versuchte die damals 21-Jährige gemeinsam mit Freunden und ihrem Bruder Hans die deutsche Gesellschaft wachzurütteln. Die Auseinandersetzung mit Sophie Scholl lohnt sich heute, 70 Jahre nach dem Tod, nicht nur wegen ihrem überzeugten politischen Widerstand. Eine neu publizierte Unterrichtseinheit thematisiert unter anderem die Aktualisierung der Thematik in die Gegenwart.

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