Friede in Allah und Gott

Im Nigerianischen Dorf Gurku leben Muslime und Christen friedlich zusammen. Obwohl im Land Islamisten wüten und Misstrauen die Bevölkerung spaltet.

Sand wirbelt zwischen den beigen Hütten auf. Die Sonne brennt auf die Wellblechdächer der Siedlung unweit der nigerianischen Hauptstadt Abuja. Rund 1000 Menschen zählt Gurku, eines der wenigen interreligiösen Flüchtlingsdörfer im Land. Hier leben Muslime und Christen zusammen. In einem schweren Schicksal vereint – weil sie sich weigerten, die extremistische Glaubensauffassung der Kämpfer der islamistischen Terrormiliz Boko Haram anzunehmen. Weiterlesen

Hingebungsvoll und ohrenbetäubend laut

«Lasst uns beten!» Nach einem Rutschen und Rascheln von 2’000 Menschen, die sich zum Gebet vornüberbeugten, wurde es still. Die Unterarme auf der Lehne der vorderen Kirchenbank abgelegt, das Gesicht in der einen Armbeuge vergraben, lauschte ich den Worten, die aus den Lautsprechern plärrten.

Beim ersten Gottesdienst, den Noemi, Jonathan und ich in Abuja bei der Ekklesiyar Yanuwa a Nigeria (EYN) erlebt hatten, war ich während des Gebets aufrecht dagesessen, hatte das Muster auf dem Kleid meiner Nachbarin bewundert, dann auf meine Hände geschaut, sowie die Kuppel bestaunt. Weiterlesen

In weiter Ferne oder Wir drei in Nigeria

Da sassen wir also im Kirchgemeindehaus Johannes, das für uns als langjährige Mitglieder des Theaterensemble Johannes schon seit jeher ein zweites Zuhause ist. Jetzt ging es für einmal aber nicht um Theater, sondern um Nigeria.

Und so verloren unser Tisch inmitten des riesigen Saals stand, so orientierungslos fühlten wir uns im Frühling auch. Ein Austausch mit einer nigerianischen Kirchgemeinde, eine Ausstellung im Rahmen unseres nächsten Theaterprojekts, eine Reise für drei von uns: Aus der finanziellen Unterstützung, die wir mit der letztjährigen Theaterkollekte geleistet hatten, sollte nun eine Partnerschaft mit der Ekklesiyar Yan’uwa a Nigeria (EYN) werden. Weiterlesen

«Ab der Welt» am Proben und Diskutieren

«Essen ungeniessbar», «Alles ab der Welt»; diese Kommentare im Internet für die Jugendherberge Titisee-Neustadt klangen nicht gerade rosig, nichtsdestotrotz fuhren wir mit dem Zug und dem Bus an dieses Ab-der-Welt. Als Willkommensgeschenk konnten wir unten am Bahnhof erst mal eine halbe Stunde auf den Taxiservice warten, um zu erfahren, dass wir doch laufen «dürfen» an dieses Ab-der-Welt.

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Aber eben, auch am Ab-der-Welt kann man echt viel Spass haben. Weiterlesen

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«Lüüter, bitte redet lüüter!»

Die Proben haben begonnen! Noch vor den Sommerferien verbrachten wir zwei Samstage im Grossen Saal des Kirchgemeindehauses Johannes in Bern. Einige Mitglieder des Ensembles haben bei früheren Projekten bereits Bühnenerfahrung gesammelt, doch Regie und Regieassistenz werden wohl noch oft «Lüüter, bitte redet lüüter!» rufen müssen, damit Sie, liebes Publikum unser Stück dann auch akustisch verstehen. Die Stimmung war an beiden Tagen aufgekratzt und die Schauspielerinnen und Schauspieler wollten bei der Inszenierung mitreden. Das klang dann etwa so: «Abr weisch, i darf ja nid so stah, de gseht mä numä mi Rüggä» oder «I gloube, mini Figur isch eher kritisch». Noch brauchten die Schauspielerinnen und Schauspieler ihren Text, wie auf den Probebildern zu sehen ist, aber dies wird sich nächste Woche bestimmt ändern. Weiterlesen

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Aus dem «Kulturgüterraum»

«Dieser Spektakel – da vergeht einem Hören und Sehen» schrieb ein Missionar vor mehr als 100 Jahren über seine Ankunft in der ghanaischen Kultur. Erging es uns ähnlich bei unserem Besuch Basler Missionshauses? Zu erwarten war es nicht, als wir uns am Samstagvormittag auf Stühle in einem anonymen Seminarraum setzten. Ein Spektakel, das erlebten wir tatsächlich nicht. Weiterlesen

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